» Projekt „NachtAktiv“

Danke fürs Abstimmen, „NachtAktiv“ hat gewonnen!


Markus Stirn und Karin Siegemund bei der Preisverleihung in Berlin

Unter 2.500 lokalen und ehrenamtlichen Projekten hat „NachtAktiv“ sich durchgesetzt. Nach der Sommerpause können wir starten!

„NachtAktiv“ bringt optimiertes Licht ins Dunkel!
„NachtAktiv“ macht Kronach zur Pilotregion für ein Beleuchtungskonzept, das sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert. In einem ausgewählten Straßenzug werden Anwohner, Geschäfte, Firmen und andere Nutzer befragt, wie sie sich die optimale Beleuchtung vorstellen. Das fließt ein in einen Lichtmasterplan, der neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und alle technischen Möglichkeiten berücksichtigt. Das entwickelte Konzept mit Steuerungssoftware wird für weitere Projekte öffentlich zur Verfügung gestellt. Der Gewinn der Google Impact Challenge ist die Anstoßfinanzierung.

 

Vorher/Nachher-Beispiele aus KRONACH leuchtet® Festivals der letzten Jahre:

Sortieren nach:

 

 

Gewonnen hat „NachtAktiv“ mit diesen Argumenten:

  • Das Projekt „NachtAktiv“ ist für uns die natürliche Weiterentwicklung der Grundidee von KRONACH leuchtet®, einem Lichtfestival von Bürgern für Bürger, getragen von Ehrenamt, Sponsorengeldern und Spenden. Über den Wohlfühlcharakter wollen wir die Bevölkerung hin zu einer besseren Lichtgestaltung im Alltag führen, ohne erhobenen Zeigefinger.
  • „NachtAktiv“ führt vom rein Technischen zum Wohlfühlen, indem es bestehende Ansätze kombiniert: Unter Einbindung der Bevölkerung (Co-Design) wird eine nutzerabhängige Beleuchtungssteuerung entwickelt, die alle Aspekte zukunftsweisender und umweltgerechter Lichttechnik integriert.
  • Wir haben mit unserem jährlichen und vorwiegend im Ehrenamt gestemmten KRONACH leuchtet® die nötige Erfahrung. Eine Studie im Rahmen der Bachelorarbeit Natali Schlanskys belegt zudem, dass unser Festival Wohlfühlen und Heimatstolz der Besucher steigert und sie sich davon Bleibendes wünschen (vgl. Pressebericht inFranken.de vom 19.10.2017). Das bildet die emotionale Grundlage unseres Konzeptes.
  • Am 4.5.2018 veranstaltete KRONACH leuchtet® das internationale Symposium Stadtbeleuchtung 4.0, bei dem alle für „NachtAktiv“ wichtigen Themen gebündelt wurden: Licht im Spannungsfeld von Technik & Mensch, Licht und Gesundheit, Grundlagen hochwertiger Architekturbeleuchtung, Probleme der Lichtverschmutzung, kultiviertes Nachtstadtbild.
  • Es gibt weltweit Projekte, die einzelne Aspekte erfolgreich umgesetzt haben, aber „NachtAktiv“ wird sie erstmals vereinen und der Öffentlichkeit als auf der Homepage dokumentiertes Modellprojekt zur Verfügung stellen: nutzerorientierte Beleuchtungssteuerung, gerichtetes Licht gegen Lichtverschmutzung, Wegebeleuchtung über Fassaden, Vermittlung von Sicherheitsempfinden und Wohlfühlen in einem auch nachts gerne in Anspruch genommenen öffentlichen Raum.
  • Geplante Umsetzung: Ein Bereich der Innenstadt Kronachs wird Pilot-Stadtteil. Zum Erfassen der Ist-Situation wird die vorhandene Beleuchtung sowie die aktuelle Frequentierung über einen längeren Zeitraum beobachtet. Es folgt die Phase des Co-Designs: Anwohner und Bewohner des erweiterten Umfeldes werden mit ihren Wünschen, Empfindungen und Vorschlägen einbezogen. Die Antworten auf Fragen wie „Wie müsste der Platz atmosphärisch gestaltet sein, damit Sie ihn auch bei Dunkelheit nutzen?“ werden ausgewertet und fließen nach Möglichkeit in das Konzept von „NachtAktiv“ ein. Auch werden im zu erarbeitenden Lichtmasterplan alle weiteren lokalen Rahmenbedingungen wie Gastronomie, Handel, Wirtschaft und Verkehr berücksichtigt. Es folgt die Programmierung des digitalen Steuerungssystems und die Installation der nutzungsorientierten Beleuchtung.
  • Bedeutung von „Nachtaktiv“ für die Gemeinschaft: Wie aus dem Bericht der Enquete-Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ (Drucksache 17/19700) hervorgeht, leidet Nordbayern besonders unter Bevölkerungsrückgang und Demografiewandel. „NachtAktiv“ will dazu beitragen, die Abwanderung aus unserer Region zu stoppen und Zuwanderung anzuregen. Unsere Heimat wird durch ein kultiviertes Nachtstadtbild lebens- und liebenswerter. Das subjektive Sicherheitsgefühl in der Nacht, das vor allem bei älteren Menschen geschwächt ist, wird gestärkt, die tatsächliche Sicherheit erhöht durch Verhinderung von Kriminalität und Unfällen. Der Tourismus in der Region profitiert, da Kulturdenkmale auch nachts zur Geltung kommen und ein einladendes Stadtbild prägen. Lichtverschmutzung ist ein globales Umweltproblem: Durch unsachgemäßen Einsatz günstig zu habener LED-Leuchtmittel geraten der Bio-Rhythmus von Mensch und Tier durcheinander, verlieren Tiere nachts die Orientierung und sind immer weniger Sterne am Nachthimmel zu erkennen. Jeder neue Lichtmasterplan sollte und kann hier entgegenwirken! UNESCO, IAU (Internationale Astronomische Union) und CIE (Internationale Beleuchtungskommission) fordern schon lange den Einsatz intelligenter Beleuchtung.
  • Je nach Ausgangssituation sind die Auswirkungen von „NachtAktiv“ unterschiedlich. Wir rechnen dank des Einsatzes von LEDs und nutzungsorientierter Steuerung mit Energieeinsparungen von 30 %, einer damit verbundener Reduktion des CO2-Ausstoßes und durch gerichtete und zeitoptimierte Beleuchtung mit einem punktuellen Rückgang der Lichtverschmutzung von 80 %. Das durch „NachtAktiv“ gestärkte Gefühl der subjektiven und objektiven Sicherheit, das Wohlfühlen beim (wieder) Inanspruchnehmen des nächtlichen öffentlichen Raums, der damit verbundene Stolz auf die eigene Heimat ist nicht mit Zahlen zu fassen.
  • Zur Verwirklichung von „NachtAktiv“ fehlte bislang die Anschubfinanzierung für digitale Steuerungstechnik und Programmierung. Mit dem Gewinn der Google Impact Challenge ist sie jetzt gesichert!