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8. Internationaler Lichtdesign-Workshop:
Praxisorientiert von Fachleuten lernen!

21.-26. April 2019

Die Internationalen Lichtdesign-Workshops unter der Leitung renommierter Dozenten aus Hochschulen und Lichtdesign-Büros haben sich zu einem Markenzeichen von KRONACH leuchtet® entwickelt: Innerhalb von sechs Tagen haben Studierende die einzigartige Gelegenheit, theoretisches Wissen in der Praxis zu erproben. Aus aller Welt kommen Interessierte in der Woche vor dem Festival in die oberfränkische Kleinstadt, erlernen die Grundlagen hochwertiger Beleuchtung, entwerfen im Team Lichtkonzepte und setzen sie sofort in die Praxis um. Das Workshop-Ergebnis wird als homogener Bestandteil des Kronacher Lichtfestivals den mehr als 120.000 Besuchern präsentiert.

Viele der Dozierenden sind schon seit mehreren Jahren in Kronach dabei: Michael Bamberger von Ingenieure Bamberger GmbH aus Pfünz bei Eichstätt, Lichtdesignerin und Innenarchitektin Sabine De Schutter mit Studio in Berlin, Diplom-Designer Clemens Grapentin von der Hochschule Wismar und Dr. Ashraf Nessim von der Ain Shams Universität Kairo. Neu als Dozentin konnte die Innenarchitektin und Produktdesignerin Vibhavari Jani von der Kansas State University Manhattan gewonnen werden. Der Workshop wird in englischer Sprache abgehalten, Förderung über ERASMUS+ ist möglich.

Mehr Informationen zu den nächsten Internationalen Workshops unter Workshop-Flyer und Workshop Registration 

 

In der luxlumina 23/2018 empfiehlt unser langjähriger Partner Prof. Dr. Thomas Römhild die Kronacher Workshops:
 
Beim Ausprobieren von Lichtwirkungen „ist die Veranstaltungsform Licht-Workshop im öffentlichen Raum eine besonders effektive, da sie die Studenten herausfordert in einer kurzen Zeit ihr Bestes zu geben. Immer wieder aufs Neue zu probieren, Gebäude und Raum durch Licht zu interpretieren, so dass die Besucher einen besonderen, scheinbar noch nicht gekannten Ort erleben können. Ganz nebenbei werden dabei das Arbeiten im Team auch in schwierigen Situationen und die Fähigkeit in kurzer Zeit Entscheidungen zu treffen gefordert und gefördert. Für diese experimentellen Workshops eignen sich Veranstaltungen wie „Kronach leuchtet“ besonders gut.“
„Die Studierenden haben hier die Möglichkeit zu erproben, wie Licht mit der Architektur interagiert und diese in einen anderen soziokulturellen Zusammenhang zu stellen.“

Das sind die Ergebnisse der Internationalen Workshops von 2019

 

Internationaler Workshop für Lichtdesign Lichtpunkt 46
Obere Amtsgerichtsstraße und Martinsplatz
Dozent: Dr. Ashraf Nessim


Links überraschendes Licht, in der Mitte das Rubelhaus zum Hinsehen, rechts Orientierungsbeleuchtung. Foto: Falk Bätz

Unter der Anleitung des ägyptischen Dozenten werden die Lichtgeschichten farbenfroh!
Dr. Ashraf Nessim von der Ain Shams Universität in Kairo bringt mit seinem kulturellen Hintergrund eine ganz eigene Handschrift bei KRONACH leuchtet® ins Lichtspiel: Der ägyptische Wissenschaftler, der Architektur mit Spezialausbildung Fassadenbeleuchtung studierte, hat eine deutlich andere Vorstellung von Farbe, von Dynamik und Lichtdarstellung als seine europäischen Kollegen. So lernen die Studierenden einen spannenden neuen Blickwinkel kennen, erfahren Impulse aus einem anderen Kulturkreis und nehmen ungewöhnliche Anregungen mit.

 

Erarbeitetes Konzept: Trinität des Lichts: 3 Beleuchtungs-Prinzipien
1. Orientierungsbeleuchtung: Stadtturm
2. emotionale Beleuchtung: Rubelhaus
3. Schattenspiel: Moni+Tor

Drei Hauptbezugspunkte hat das Workshop-Areal und drei unterschiedliche Arten der Architekturbeleuchtung gibt es: Deshalb nennen wir unser Konzept „Trinität des Lichts“. Die drei städtischen Bereiche werden in ihrer Unterschiedlichkeit mit Licht erkennbar. Das Publikum lernt durch das Konzept die drei Charaktere des Stadtbildes nach Richard Kellys Prinzipien kennen:
– Licht zum Sehen: Grundbeleuchtung mit einladender und Orientierung gebender Atmosphäre
– Licht zum Hinsehen: Akzentlicht, das die Hauptattraktionen fokussiert und Interesse weckt
– Licht zum Ansehen: dekoratives Licht, das witzig und kunstvoll für Überraschung sorgt

Studierende:
Elerin helmeste
Elisa Hillgen
Mahtab Esmaeelzadeh
Mahmoud Essam
Amr Ezzat

 
 

Internationaler Workshop für Lichtdesign Lichtpunkt 66
Stadtpfarrkirche St. Johannes, Melchior-Otto-Platz
Dozentin: Sabine De Schutter


Kaltes Licht für die Orientierung, warmes zum Wohlfühlen. Foto: Tim Klimaschewski

Mit den Studierenden setzt die Lichtdesignerin den Schwerpunkt auf kreatives Story-Telling.
Beim Thema Lichtdesign ist Sabine De Schutter in ihrem Element, hat dabei aber einen sehr vielseitigen Ausbildungshintergrund: Sie ist Lichtdesignerin, Innenarchitektin und Design-Entwicklerin und als pädagogisch geschulte Dozentin weltweit unterwegs. Ihr Steckenpferd ist die klassische Architekturbeleuchtung: Mit Hilfe von Licht und Schatten arbeitet sie die Formensprache der Gebäude heraus. In diesem Jahr ist sie nicht nur als Dozentin aktiv bei KRONACH leuchtet®, sondern trägt auch mit eigenen Lichtkunstwerken zum Gelingen des Lichtfestivals bei.

 

Erarbeitetes Konzept: Einladung zum Lichtfestival
Die Gebäude, die von weitem sichtbar sind, werden in kühlem Licht deutlich gemacht und sagen: Kommt her, hier gibt es was zu sehen.
Die „bodennahe“ Beleuchtung in dem Bereich, in dem das Publikum sich bewegt, ist in warmen Tönen beleuchtet zum Orientieren und Wohlfühlen.

Das Workshopgelände berührt einige der wichtigsten Gebäude Kronachs, die von vielen Punkten der Stadt aus sichtbar sind. Deshalb war die Herangehensweise an das Beleuchtungsprojekt hauptsächlich architektonisch, mit dem Ziel, die Fassaden und ihre Details aus vielen Perspektiven hervorzuheben. Die zwei Beleuchtungsziele werden durch die Lichtfarbe unterstrichen: kalt, um aus der Ferne anzuziehen, und warm, um die Atmosphäre für die Besucher angenehm zu machen. So lernt man die Schönheit der Kirche, des Glockenturms und der Fassade des Melchior-Otto-Platzes schätzen und wird auf den Weg in Richtung Obere Stadt geführt.

Studierende:
Ahmed Mohamed Aboshall
Alicia Bätz
Gina Wagdi Rafla
Rana Ramy Zakher
Sarah Ashraf Youssef
Sara Hazem Tarif
Willy Wittig

 
 

Internationaler Workshop für Lichtdesign Lichtpunkt 64
Bamberger Tor bis Melchior-Otto-Platz
Dozent: Dipl.-Ing.(FH) Michael Bamberger


Storytelling mit Licht. Foto: Falk Bätz

Studierende aus aller Welt lernen alles Wichtige über Lichtdesign: in Theorie und Praxis!
Er war einer der Ersten, die einen Internationalen Workshop bei KRONACH leuchtet® übernommen haben, und seitdem profitieren unsere Studierenden jedes Jahr enorm von seiner Erfahrung. Michael Bamberger ist ein Mann der Praxis und Junior-Chef bei Ingenieure Bamberger GmbH aus Pfünz bei Eichstätt. Das Erfolgsrezept: Kreativität bei Licht- und Elektroplanung, verbunden mit leidenschaftlichem Perfektionismus und solidem Fachwissen. Dementsprechend breit aufgestellt ist Michael Bambergers Werdegang: Ausbildung zum Elektroinstallateur, Studium der Elektrotechnik und der Lichttechnik, Praktikum im Architekturbüro. Eine seiner prominentesten Arbeiten ist im Münchner Lenbachhaus zu bewundern, wo er mit einer Mischung aus Tages- und Kunstlicht expressionistische Meisterwerke in Szene setzte. Eine weitere Spezialität ist Kirchenbeleuchtung, z.B. Kölner und Bamberger Dom.

 

Erarbeitetes Konzept: Die Elemente des Lebens – die 4 Elemente
1. Bamberger Tor: Erde, Ursprung des Lebens
2. Auf der Schütt: Luft, Miniatur-Heißluftballons als Freiheitssymbol
3. Brunnen: Wasser
4. Melchior-Otto-Säule: Feuer

Ausgehend von den Grundlagen, was unser aller Leben im internationalen Workshop ausmacht, beschäftigten wir uns mit den Gemeinsamkeiten. Dabei waren Themen wie Natur, Umweltschutz und Lebensfragen thematisiert. Projiziert auf unserem Bereich sahen wir die vier Elemente (Luft, Wasser, Feuer und Erde) sehr gut vorhanden. Sie repräsentieren schon 500 v. Chr. nach dem griechischen Naturphilosophen Empedokles vier Eigenschaften welche in uns allem und alles enthalten sind.
Du kommst durch das mysteriöse Tor, das Bamberger Tor und betrittst die Erde, siehst den Himmel voller bunter Sterne in einem geschützten Bereich. In der anschließend befreiten Weite finden Sie das fast kindliche Schattenspiel, gefolgt von den verzweigten Schatten unserer uns überall umhüllten und schützenswerten Natur. All diese Abschnitte Eigenschaften des Lebens auf der Erde egal aus welchen Land wir stammen.
Dann kommen Sie zur großen Piazza, wo Sie die Säule in leuchtendem Rot auf der rechten Seite als Symbol für das Feuer sehn. Krieg und Zerstörung aber auch Wärme und Wohlbefinden ausstrahlend.
Das dynamische Wasser im Springbrunnen steht ja schon sprichwörtlich für Leben, kühlende Klarheit und kann uns zwischen den Fingern hindurch gleiten.
Links dann die aufsteigenden bunten Heißluftballone, welche die reine und leichte Luft darstellen. Schon aktuell der Film „Ballon“ zeigt uns den Freiheitswillen wie er nicht weit von Kronach vor einigen Jahrzehnten umgesetzt wurde.
Unser Bereich soll sie zum Innehalten, Nachdenken, aber auch zum Anregen und Ausprobieren einladen.

Studierende:
Bassel Mamdouh
Farah Hassanin
Fatema Mohamed
Jakob Schick
Katrin Kivisikk

 
Workshop Lichtdesign Hochschule Coburg Lichtpunkt 26
Areal mit Garküche, Strauer Straße, Johann- Nikolaus-Zitter-Straße
Dozent: Dipl.-Ing.(FH) Michael Müller


So könnte es hier immer aussehen: hochwertige Architekturbeleuchtung als Vorbild für eine Dauerinstallation ist das Markenzeichen der Coburger. Foto: Karl-Heinz Wagner

Von Beginn an trägt die Hochschule Coburg mit dem Workshop Lichtdesign zum Gelingen von KRONACH leuchtet® bei. Jedes Jahr lassen die Coburger einen anderen Teil unserer Altstadt in hochwertiger Architekturbeleuchtung erstrahlen. Diese ist immer auch als Vorbild für eine mögliche Dauerinstallation gedacht: mit Blick auf eine bessere Stadtbeleuchtung, die langfristig erfreut und nachhaltig ist! Die Beleuchtungkonzepte laden zum Wohlfühlen und Entdecken ein, die illuminierten Sicht- und Blickachsen definieren den städtischen Raum. Architektur wird in ihrer Charakteristik erlebbar.

Für den Dozenten Diplom-Ingenieur Michael Müller beinhalten die Regeln guter, die Architektur komplett erkennbar machender Beleuchtung Folgendes:

1. Lichtart (direkt, indirekt, diffus, punktgerichtet, breit),
2. Lichtfarbe (kaltweiß, neutral, warmweiß),
3. Lichtstärke (Vorsicht: Überbelichtung minimiert Kontraste und blendet),
4. Lichtrichtung (Positionierung der Leuchten oben und unten als Streiflicht, vorne oder hinten),
5. Materialität beachten (soll wie am Tag erkennbar sein),
6. Licht- und Sichtachsen betonen (Höhen- und Tiefenwirkung im Stadtaufbau),
7. mit Schatten spielen,
8. farbiges Licht nur in Maßen und Ausnahmefällen.

 

 
Das sind die Ergebnisse der Internationalen Workshops von 2018

 

Internationaler Workshop für Lichtdesign Gruppe 1
Sankt Anna Kapelle/ Melchior-Otto-Platz
Dozent Michael Bamberger


Die heilige Anna, dargestellt durch das behütende Licht hinter der heiligen Familie. Foto: Andreas Rauh

Er war einer der Ersten, die einen Internationalen Workshop bei KRONACH leuchtet® übernommen haben, und seitdem profitieren unsere Studierenden jedes Jahr enorm von seiner Erfahrung. Michael Bamberger ist ein Mann der Praxis und Junior-Chef bei Ingenieure Bamberger GmbH aus Pfünz bei Eichstätt. Das Erfolgsrezept: Kreativität bei Licht- und Elektroplanung, verbunden mit leidenschaftlichem Perfektionismus und solidem Fachwissen. Dementsprechend breit aufgestellt ist Michael Bambergers Werdegang: Ausbildung zum Elektroinstallateur, Studium der Elektrotechnik und der Lichttechnik, Praktikum im Architekturbüro. Eine seiner prominentesten Arbeiten ist im Münchner Lenbachhaus zu bewundern, wo er mit einer Mischung aus Tages- und Kunstlicht expressionistische Meisterwerke in Szene setzte.

Erarbeitetes Konzept: Spirit of Light
„Sucht den Weg Jesu und die schwebende Tour wird euch führen“. Erleben Sie die 3 Etappen der Reise Jesu durch die Lichter, von der bernsteinfarbenen Wärme der heiligen Familie bis zur bläulichen Größe des Himmels. Treten Sie morgens in die Annakapelle und Sie werden sich fragen, wo Anna ist. Treten Sie abends ein und sie würde sich durch das Licht, das die heilige Familie von hinten erhellt, offenbaren. Die nächste Etappe Jesu ist die Taufe: Spazieren Sie durch die Jahrhunderte mit der Kirche von Johannes dem Täufer, Zeuge der vertikalen Fenster, mit Blick auf den Turm, der dem Himmel am nächsten ist. Sehen Sie bei der dritten Etappe die Größe, die Gott einem betenden Jesus geschenkt hat, umgeben von seinen schlafenden Jüngern in der Jesuskapelle. Am Ende mündet der Weg in die Vorstellungen der Kinder des BDKJ, in Blau getaucht!

 

Internationaler Workshop für Lichtdesign Gruppe 3
Lucas-Cranach-Straße/Rathausgässchen/Vor der Alten Markthalle
Dozentinnen Sabine De Schutter und Isabella Mordeglia


3-farbige Schatten unterstreichen das Konzept der Oper. Foto: Falk Bätz

Beim Thema Lichtdesign ist Sabine De Schutter in ihrem Element, hat dabei aber einen sehr vielseitigen Ausbildungshintergrund: Sie ist Lichtdesignerin, Innenarchitektin und Design-Entwicklerin und als pädagogisch geschulte Dozentin weltweit unterwegs. Ihr Steckenpferd ist die klassische Architekturbeleuchtung: Mit Hilfe von Licht und Schatten arbeitet sie die Formensprache der Gebäude heraus. In diesem Jahr setzt sie mit ihrem Workshop das Areal rund um das historische Rathaus perfekt in Szene.

Erarbeitetes Konzept: Oper
Dramatik, ein wichtiger Bestandteil der Oper wird hier durch kontrastreiche Beleuchtung geschaffen. Der Besucher wird zum Schauspieler, der seine Maske auflegt und voller Herzklopfen durch die düstern Vorhänge ins Rampenlicht schreitet. Auf der anderen Seite das gespannte Publikum, das sich über den Roten Teppich dem mächtigen Gebäude nähert.

 

Internationaler Workshop für Lichtdesign Gruppe 4
Marktplatz/Wiese-Hexenturm/Rathausinnenhof
Dozent Clemens Grapentin


Blau-grünes Licht und lange Schatten unterstreichen die gruselige Atmosphäre des Hexenturms. Foto: Andreas Rauh

Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Wismar hat Tradition! Wie im letzten Jahr schickt uns Prof. Römhild den Diplom-Designer Clemens Grapentin als Dozenten für den Internationalen Workshop. Gemeinsam mit den Studierenden nimmt er sich die Illumination des Stadtbildes vor in dem Bereich Marktplatz, Wiese vor dem Hexenturm und im Innenhof des Rathauses. Die größte Herausforderung hierbei ist die Heterogenität der Gebäude: Sie stammen aus fünf Jahrhunderten. Die Architektur-Beleuchtung soll diesem Altersunterschied Rechnung tragen und doch ein stimmiges Ganzes schaffen.

Erarbeitetes Konzept: Clarity and Mistery – Rathausplatz und Hexenturm
Die Hauptidee besteht bei diesem Platz darin, einen Gegensatz zwischen den beiden Flächen zu erschaffen. Eine Fläche mit einem klaren, ruhigen Design, die andere Fläche in einer düsteren und furchterregenden Atmosphäre. Das Rathaus mit dem dazugehörigen Platz zeichnet sich durch eine klare, weiße Gestaltung aus, was sehr puristisch und schlicht ist und somit die architektonischen Mermale unterstreicht. Die Bäume auf dem Rathausplatz werden ebenfalls beleuchtet. Zwei Bäume bilden ein Tor, wodurch man auf die zweite Fläche gelangt. Auf dem zweiten Bereich erfahren die Besucher eine ganz andere Atmosphäre, da der Turm aus dem Mittelalter zu sehen ist. In Zusammenhang mit dieser historischen dunklen Zeit ist das Ziel, eine mysteriöse und gruselige Atmosphäre durch die blau-grüne Lichtgestaltung sowie durch die langen Schatten zu erzeugen. Dabei ist der Turm der Fokus dieses Bereiches und wird durch Akzente weiter in Szene gesetzt.

 

Internationaler Workshop für Lichtdesign Gruppe 5
Martinsplatz bis Festungsstraße
Dozent Markus Julian Mayer


Historische Gebäude als Schneeweißchen und Rosenrot. Foto: Falk Bätz

Markus Julian Mayer konnte neu für KRONACH leuchtet® als Workshopleiter gewonnen werden. Für die Studierenden von besonderem Vorteil: Mayer ist doppelt qualifiziert: Zum einen durch seine Arbeit als freischaffender Architekt, hier kennt er alle Aspekte des Lichts aus der Praxis. Zum anderen ist Mayer aber auch Lichtkünstler und hat nicht nur in seiner Heimatstadt München mit großflächigen Lichtinstallationen von sich reden gemacht.

Erarbeitetes Konzept: Märchenwelt
Wir befinden uns in einer Märchenwelt, die uns leitet ins Irgendwo hinter dem Regenbogen: „somewhere over the rainbow“. Das Areal nahe des Marktplatzes zeichnet das deutsche Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“, die Idee wird beleuchtet, verschieden zu sein und doch zusammenzugehören. In diesem Sinne ist das kleine barocke Gebäude Schneeweißchen, während das Feuerwehrhaus Rosenrot darstellt. Von diesem Gebiet zum nächsten wird die Seite umgeschlagen von einem Regentag, gefolgt von einem wunderschönen Regenbogen, der uns hoch zur Festung leitet.

 

Internationaler Workshop für Lichtdesign Gruppe 2
Strauer Torweg bis Melchior-Otto-Platz
Dozent Dr. Ashraf Nessim


Das Blau und Grün der für Kronach so wichtigen Flüsse prägt die Workshop-Installation. Foto: Falk Bätz

Dr. Ashraf Nessim von der Ain Shams Universität in Kairo bringt mit seinem kulturellen Hintergrund eine ganz eigene Handschrift bei KRONACH leuchtet® ins Lichtspiel: Der ägyptische Wissenschaftler, der Architektur mit Spezialausbildung Fassadenbeleuchtung studierte, hat eine deutlich andere Vorstellung von Farbe, von Dynamik und Lichtdarstellung als seine europäischen Kollegen. So lernen die Studierenden einen spannenden neuen Blickwinkel kennen, erfahren Impulse aus einem anderen Kulturkreis und nehmen ungewöhnliche Anregungen mit.

Erarbeitetes Konzept: Lichtfluss
Seit dem Mittelalter waren die Flüsse der Motor von Kronach und brachten der Stadt Leben und Wohlbefinden. Aus diesem Grund ist diese Installation eine Feier von Flüssen und Wasser. Die Wahl des Themas ist mit dem Standort verbunden, denn der Melchior-Otto-Platz ist der Schnittpunkt der Hauptstraßen der Oberen Stadt, genau so, wie sich die drei Flüsse in Kronach kreuzen. Die Straßen hier im Viertel fließen in einer Sinusbewegung. Das Herzstück der Kreuzung ist zudem die blaue Brunnenfontäne, die permanent ein entspannendes Geräusch von fallenden Wassermassen erzeugt. Das Thema der Flüsse und Gewässer wird durch eine erfrischende Farbabstufung von Blau und Grün, sowie durch die Textur und Reflexionen von Wasser angedeutet. Um die blaue Atmosphäre zu betonen, wird kontrastierende Magentafarbe auf der Vegetation verwendet. Licht führt Menschen. Wir schaffen einen Fluss, der seine Quellen im Turm hat, der aus den Kellern kommt und die Fassade des Lucas-Cranach-Gebäudes flutet und wäscht, der sich am Brunnen bündelt und sich auf dem ganzen Platz ausbreitet.

Teilnehmer:

  • Dimitris Christodoulou (Zypern)
  • Angelo Lombardo (Italien)
  • Gamal Medhat (Ägypten)
  • Laila Zohny (Ägypten)
  • Nicholas Gatti (Italien)
  • Silvia Tripsa (Rumänien)
  • Valeriya Pavelko (Ukraine)
  • Yu-Ting Chen (Taiwan)

 

Kunstworkshop „Licht verbindet“
2.-6. April 2018
Dozent Frank Wunderatsch


Als Lichtpunkt 45 war das Resultat des Kunstworkshops während des Lichtfestivals zu bewundern. Foto: Julian Krieg

Gefördert vom Kulturfond Bayern geht in diesem Jahr ein neuer Workshop ins Rennen und zwar unter verstärkt künstlerischem Aspekt: Gemäß dem Titel „Licht verbindet“ stellt der neue Kunstworkshop den interkulturellen Wissensaustausch und den gemeinsame Schaffensprozess von Lichtkunst in den Mittelpunkt. Aus ihren unterschiedlichen Studiengängen Design, Architektur, Innenarchitektur und Lichtdesign sowie aus ihren verschiedenen Herkunftsländern bringen die Studierenden ihre Erfahrungen ein. Ziele sind Teambildung und gemeinsam erarbeitete Kunstwerke als Zeichen von Integration, Harmonie, Gemeinsinn und Tatkraft. Licht ist dafür das perfekte Ausdrucksmittel: Denn es erzeugt Emotionen, bündelt, verstärkt und visualisiert sie. Eine Besonderheit ist das Prinzip der offenen Werkstatttüre, so können Interessierte den kreativen Schaffensprozess beobachtend begleiten. Dozent ist der Kommunikationsdesigner Frank Wunderatsch, der unter anderem bei den Coburger Designtagen aktiv war und KRONACH leuchtet® schon lange als Fotokünstler und 2016 mit dem Lichtkunstwerk LUMA bereichert hat.

 

Workshop Mapping
22.-27. April 2018
Regimentsstube auf der Festung Rosenberg
Prof. Verena Kraemer, Dozent Alexander Trattler


Faszinierendes Ergebnis des ersten Mapping-Workshops bei KRONACH leuchtet®. Foto: Jennifer Alka

Erstmals fand bei KRONACH leuchtet® ein Workshop zur Projektionstechnik „Mapping“ in Kooperation mit der University of Applied Sciences Europe Hamburg statt, Fachbereich BTK – Art & Design. Die Leitung hatte Verena Kraemer, Professorin für Film + Motion Design, Dozent war Alexander Trattler: „Wir entwickeln eine dynamische Lichtinstallation mit projizierten Videoinhalten, die mit spezieller Software erzeugt und gesteuert wird. Wir bauen physische, modulare Objekte als Projektionsflächen und kombinieren diese mit vielfältigen Oberflächen und Texturen. Mehrere im Raum verteilte Projektoren ermöglichen eine große Spielfläche und erzeugen ein raumumfassendes Erlebnis für die Besucher.“

„Best workshop ever“ schwärmt die Gruppe in ihrem Video!

Erarbeitetes Konzept: „On/Off“
Die Media-Installation „On/Off“ wurde von Sudierenden aus dem 2. bis 6. Semester der University of Applied Sciences Europe aus Berlin und Hamburg unter der Leitung von Alexander Trattler und Prof. Verena Kraemer erstellt. Da die Teilnehmer des Workshops aus den Bereichen Film und Motiondesign, Illustration, Game Design und Kommunikationsdesign kommen, ist die vorliegende Arbeit keine, wie für KRONACH leuchtet® übliche Lichtinstallation auf Gebäudefassaden, sondern eine gemappte Videoinstallation. Inhaltlich orientiert sich die Arbeit an der Architektur des Raumes, der sich durch seine Wölbungen und Ausbuchtungen durch einen bauchigen Charakter auszeichnet. Herzstück der Installation ist die modulare Skulptur, die aus Holzrahmen, bespannt mit unterschiedlichen Materialien wie Tüll, Leinen und lichtdurchlässigen Metallstoffen, gebaut wurde. Drei Projektoren wurden so im Raum platziert, dass die Skulptur von verschiedenen Perspektiven bespielt wird und zum Durchschreiten einlädt. Jedes Beamerbild wurde dafür an verschiedenen Projektionsflächen gemappt, jedes Video wiederum wurde einzeln inszeniert. Ausgangsmaterial sind sowohl in Blender, Cinema4D und Animate erstelltes CGI (Computergenerierte Bilder) als auch reales und im Anschluss in Premiere und AfterEffects bearbeitetes Bildmaterial. Immer wieder erinnern Szenen der Installation an das Innere eines Körpers. Das Sounddesign, das mit dem visuellen Eindruck in Einklang steht, hat den Herzschlag als grundlegendes, immer wiederkehrendes Motiv. Zusätzlich zur Tonebene schafft die Farbigkeit der Videos – in Rot, Schwarz und Weiß gehalten – auch visuell ein übergreifendes Gesamtkonzept. Das On/Off-Spiel von graphischen und organischen Formen, sowie Bild und Ton erzeugt eine unsichere und unheimliche Atmosphäre – ein inneres Empfinden äußerer Vorgänge.

 

KRONACH in lights Workshop Movie

The special thing about KRONACH in lights we reveal here

 

 

About the Event

 

Teilnehmende Hochschulen

Von Anfang an haben wir bei den Internationalen Workshops auf Kooperation mit Hochschulen aus der ganzen Welt gesetzt: Sie vermitteln uns hochrangige Dozenten und geben den Studierenden Credits für die absolvierten Workshops. Manche haben KRONACH leuchtet® als Praxis-Element fest in ihr Programm aufgenommen.

Diese Hochschulen und Institute waren 2018 dabei: