Lichtkunst » Lichtkünstler & Publikumspreis

Die Vielfalt macht KRONACH leuchtet® einzigartig! Für die Kunstwerke gibt es nur eine Vorgabe: Wirkungsvoll müssen sie sein! Welches Material verwendet wird, ob das Präsentierte selbstleuchtend ist oder illuminiert, ob es groß oder kleinteilig ist, das alles ist den Kunstschaffenden überlassen. Und auch die Lichtkünstlerinnen und -künstler selbst sind vielfältig: Manche sind freischaffend, die Kunst ist ihr Leben. Andere offenbaren das erste Mal, was in ihnen schlummerte. Auch Schulprojekte finden ihren Weg zu KRONACH leuchtet®. Doch etwas eint sie alle: die Faszination Licht.

 

PUBLIKUMSPREIS: 3000 Stimmen für 74 Leuchtpunkte

Wenn das kein Erfolg ist: Nahezu jeder einzelne Leuchtpunkt der Flaniermeile 2018 wurde von Besucherinnen und Besuchern für den Publikumspreis vorgeschlagen! Die Top 3 sammelten die meisten der 3000 abgegebenen Stimmen: Platz 1 ging an die Lichtinstallation „Black Drops and the Organized Chaos“ in der Alten Markthalle, die Künstlerin Elke Harras nahm ihren von der Thüga SmartService GmbH gesponserten Preis während der Abschlussveranstaltung von KRONACH leuchtet® entgegen. Die zweitmeisten Stimmen holte das Hologramm „Licht in der 3. Dimension“ auf dem Melchior-Otto-Platz, mit dessen Größenordnung Jörg Köstner von der Dr. Schneider Unternehmensgruppe technisches Neuland betrat. Der dritte Platz ging an Andrea Liebs riesengroße Mohnblumen der „Sommerwiese“ auf der Festung Rosenberg: Ein Blick in die geposteten Bilder genügt, um den leuchtenden Blumen unserer Lichtkunstwerkerin zumindest als beliebtestes Fotomotiv Platz 1 zuzusprechen.

Andrea Lieb mit Mohnblume.

Am Freitag überreichte der Organisator unseres Publikumspreises, Hartmut Nenninger, die Gewinne an 10 ausgeloste Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Julia Stumpf (Kronach), Claudia Richter (Dresden), Katharina Detsch (Marktrodach), Carsten Kemnitz (Judenbach), Jana Wartensleben (Wilhelmsthal), Tanja Fischer (Bad Staffelstein), Raffael Trotta (Rugendorf), Andreas Löhnert (Neuses), Heinrich Zeuß ( Kronach) und Johannes Schneider (Tschirn). Die Preise waren 2 VIP-Eintrittskarten für ein Konzert von Chris de Burgh auf Schloss Eyrichshof, 1 Gutschein des Brauereigasthofs „s’Antla“, 2 Eintrittskarten für den „Tambacher Sommer“, 1 Gruppenführung durch Flakonmuseum und Tropenhaus, 1 Gutschein der Buchhandlung „Lesezeichen“, 1 Einkaufsgutschein der Aktionsgemeinschaft Kronach, 2 Eintrittskarten zu den „Rosenberg-Festspielen“, 2 Tickets für den Kreiskulturring, je 1 Gutschein von Reha Kronach Erhardt und Leder Fehn.

 

KÜNSTLERINNEN & KÜNSTLER  2018

Foto: Gero Wagner

Ben Patterson, https://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Patterson
Bernd Schultheis in Kooperation mit dem Nassauischer Kunstverein
When Elephants Fight, It Is The Frogs That Suffer – A Sonic Graffiti (2016-2017), Festspielwiese

Das Klang-Graffiti des US-amerikanischen Fluxus-Künstlers Ben Patterson ist schon weit gereist: Während der documenta 14 war es sowohl in Athen als auch in Kassel zu erleben. Kurz vor seinem Tod im Jahr 2016 konzipierte Patterson die Soundinstallation: „Wenn Elefanten kämpfen, leiden die Frösche“, so lautet in etwa der deutsche Titel. Ausgehend von der eigenen frühen Arbeit „Pond“ aus dem Jahr 1962 bezog sich der Künstler auf zwei literarische Quellen, das Märchen „Froschkönig“ der Gebrüder Grimm und Aristophanes‘ Komödie „Die Frösche“ aus der griechischen Antike. Mit dieser implizierten Zeitreise befördert Ben Patterson uns in einen Zeitraffer der westlichen Kulturgeschichte. Ein getarntes 16-Kanal-Klangfeld gibt den Gesang von acht Froscharten und drei menschlichen „Froschchören“ in englischer, deutscher und griechischer Sprache wieder. Angereichert ist das Klang-Graffiti mit versteckten politischen Botschaften und philosophischen Weisheiten.

 

Elke Harras, www.elkeharras.de, info@elkeharras.com
Black Drops and the organized Chaos, Lucas-Cranach-Straße

Foto: Udo Krauß

Hunderte von Lichtpunkten schweben im Raum: schwarze und klare Miniatur-Kristalle, mit Glasfaserfäden zu einer großen Wolke geflochten, frei schwebend und doch organisiert, manipuliert und gezielt gesteuert. Gespiegelt durch eine hochpolierte Metallplatte erscheint das Lichtobjekt in doppelter Höhe und Dichte. Bewegung kommt ins Spiel: Die einzelnen Lichtpunkte nehmen die Laserprojektion geometrischer Formen auf, aber auch die Luftbewegung durch die Besucher. Stellen Sie sich in die Mitte der Lichtinstallation, spüren Sie, wie ein kosmisches Feld Sie aufnimmt und an dieser einzigartigen Sternenwanderung teilnehmen lässt.

 

Frank Wunderatsch, frank.wunderatsch@googlemail.com
Kunstworkshop „Licht verbindet“, Festungsstraße/Kriegerdenkmal
Gefördert vom Kulturfond Bayern geht in diesem Jahr ein neuer Workshop ins Rennen und zwar unter verstärkt künstlerischem Aspekt: Gemäß dem Titel „Licht verbindet“ stellt der neue Kunstworkshop den interkulturellen Wissensaustausch und den gemeinsame Schaffensprozess von Lichtkunst in den Mittelpunkt. Aus ihren unterschiedlichen Studiengängen Design, Architektur, Innenarchitektur und Lichtdesign sowie aus ihren verschiedenen Herkunftsländern bringen die Studierenden ihre Erfahrungen ein. Ziele sind Teambildung und gemeinsam erarbeitete Kunstwerke als Zeichen von Integration, Harmonie, Gemeinsinn und Tatkraft. Licht ist dafür das perfekte Ausdrucksmittel: Denn es erzeugt Emotionen, bündelt, verstärkt und visualisiert sie. Dozent ist der Kommunikationsdesigner Frank Wunderatsch, der unter anderem bei den Coburger Designtagen aktiv war und KRONACH leuchtet® schon lange als Fotokünstler und 2016 mit dem Lichtkunstwerk LUMA bereichert hat.

 

Judith Franke, Kontakt unter ingocesaro@gmx.de
Das Nest, Festung/Rennbahn

Foto: Bertram Schneider

Seit Urzeiten sucht der Mensch für sich und seine Familie nach Unterschlupf, einem Zuhause. Das Leben pulsiert, das Nest bietet Schutz, Sicherheit und Geborgenheit, schenkt Wärme. Judith Frankes Nest ist Architektur, Kunst und eines der urtümlichsten Gebilde aus den Naturmaterialien Rattan und Weide. Die als HolzART-Bildhauerin in Kronach bekannte Künstlerin wird präsentiert von der Regionale Kunstförderung Kronach e.V.. Sie schuf ein geflochtenes und begehbares Nest, diese Urkraft und dieses Zentrum menschlichen Seins. Wer Lust verspürt, kann in das Flechtkunstwerk schlüpfen und im Geborgenen die Außenwelt beobachten.

 

Tilman Küntzel, www.tkuentzel.de, tkuentzel@versanet.de
Gefallener Kronleuchter, Salzturm
Die audiovisuelle Rauminstallation mit Lüster bannt die Sinne mit bewegten Bildern und Klängen: Ein Bleikristall-Kronleuchter liegt wie heruntergefallen auf dem Boden. Im Innern des Lüsters flackern unregelmäßig, sterbend und leise, ein Haufen Glühbirnen. Die Lichtbewegungen brechen sich in Glaskristallen und werfen tänzelnde, teils spektralfarbene Schattenspiele an die Wände. Im Raum verteilte Lautsprecher machen die einzelnen Rhythmen der Lichtbewegungen hörbar. Das Zusammenspiel assoziiert Klänge, die an das Klimpern aneinander schlagender Glaskristalle erinnern. Die bewegten Schatten an den Wänden wirken wie ein Ballett, das nach den Rhythmen tanzt. Wer in die flackernden Lichtquellen des gefallenen Leuchters blickt, kann sich darin verlieren.

 

Freifrank, www.freifrank.de, info@atelier-frank-fischer.de

Wasserstein, Innenhof Fürstenbau
Eine Lichtinstallation, vertikal auf Steinboden projiziert, begleitet von sich in Endlosschleife wiederholenden Klängen: Der Weg zur Meditation ist hier nicht weit! Aber der mit der Wahrnehmungspsychologie vertraute freischaffende Künstler Freifrank will noch mehr anregen: „Das eigene Sehen entwickeln, um alles mit Bewusstsein wahrzunehmen und sich vor Manipulation zu schützen.“

Von Baum zu Baum, Bastion 3/Falkeneck
Eins-Sein mit der Natur – dieses Gefühl zu erzeugen ist eines der Grundbedürfnisse des seit Jahren in unterschiedlichsten Ausstellungen vertretenen Künstlers Freifrank. Die „Von Baum zu Baum“ gespannten Leinenbänder verbinden nicht nur die beiden Laubbäume, sondern schaffen mit der intermedialen Projektion auch eine Verknüpfung zum Betrachter. Wer sich auf die bewegten Bilder und die sie begleitende Musik einlässt, wortwörtlich „eingebunden“ in die Natur, der kommt dem Gefühl des Eins-Sein sehr nahe!

Steinzeichen, Sandsteinwerkstatt/Salzturm
Das Leuchtobjekt „Steinzeichen“ als Teil der Serie „Animierte Malerei“ ist charakteristisch für den Weilheimer Künstler Freifrank: Nach einem Grafik-Design-Studium erweiterte er sein Spektrum früh in Richtung freischaffender Kunst, bei der er unterschiedliche Medien verknüpft. Malerei, Fotografie und Video gehen bei ihm eine enge Verbindung ein, die er – wie auch bei den vor Ihnen aufleuchtenden „Steinzeichen“ – mit Musik-Inszenierungen bis in den akustischen Raum erweitert.

 

Johannes Kriesche, www.johannes-kriesche.de, kunst@johannes-kriesche.de

Feel Oval, Festspielwiese
Der Frankfurter Künstler Johannes Kriesche lädt Sie ein, sein Kunstwerk „Feel Oval“ zu betreten: Steigen Sie in die drei ineinander gestellten Ovale und spüren Sie die Energie der Sie umgebenden leuchtenden Farbkreise. Es entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel von Farbraum und menschlicher Aura. Ein interaktives Bild, das der Kommunikation neue Spielfelder eröffnen möchte.

Musenträne des Magus, Festspielwiese
Unzählige Glaskugeln, die das außerhalb ihrer selbst erzeugte Licht weitergeben. Die kleinen Perlen reflektieren jede anders und setzen das Kunstwerk Lichtpunkt für Lichtpunkt zusammen: Ein blaues Blütenblatt unter hellem Ornament. Die „Musenträne des Magus“ spricht mit ihrem Hell-Dunkel-Gefüge die Poesie der Kommunikation an. Der Frankfurter Künstler Johannes Kriesche offenbart seine Idee: „Eine halbe Träne, die über die Verwunderung und Ausstrahlung von Naturphänomenen auf die Zeit hinweist, wo das Staunen und die Magie noch dichter beieinanderlagen.“

 

3 Lichtinstallationen aus der Tschechischen Republik, gefördert mit EU-Mitteln der Euregio Egrensis in Zusammenarbeit mit DEPO2015, www.euregio-egrensis.eu:

 

 

 

Jakub Geltner
SAT-Ball, Festungsstraße

Foto: Bertram Schneider

Alles auf Empfang! Besteht unsere Welt nur noch aus verschickten Nachrichten? Leben wir noch selbst und wirklich oder nur mehr rein virtuell? Was ist Realität und was nur in unterschiedlichen Wellenlängen verbreitete Illusion? Fragen kommen einem beim Anblick der aus Satellitenschüsseln montierten Kugel genug in den Sinn. Oder hat sich der tschechische Künstler Jakub Geltner ganz andere Gedanken gemacht? Sicher ist sein Objekt eine Anspielung auf die Absurditäten unserer Welt und auf den durch allgegenwärtige Technologien entstehenden Big-Brother-Effekt.

Dan Gregor und Ondřej Průcha
DEMONZ/Dämonen, Wiese vor dem Hexenturm
Hier dürfen alle mitspielen: Völkerball kennen wir noch aus Schulzeiten, bei Demonz wird daraus ein großflächiges Virtual-Reality-Spiel! Nimm einen Ball und wirf sie ab, die flinken animierten Figuren und Objekte. Getroffen? Das zeigt dir die Multitouch-Fläche ganz deutlich an! Technisch gesehen ist die interaktive Installation eine Kombination aus Motion-Tracking und Projection-Mapping. Durch die Verbindung von Kunst und Programmierung schufen die tschechischen Künstler aus Pilsen ein einzigartiges Spiel mit viel Bewegungsspaß.

Benedikt Tolar
Space-Car, Rathaus-Innenhof
Sieht es nicht aus, als käme es gerade von einer Marsexkursion? Im Innern dieser verblüffenden Installation aus Hunderten von kleinen Spiegeln und Lichtern befindet sich tatsächlich ein echtes Auto: Wer ganz genau hinsieht, erkennt den Ford KA, der die Grundlage dieses utopisch anmutenden Weltraumfahrzeugs bildet. Der tschechische Künstler hat an der Akademie der Künste in Prag studiert und ist Assistenzprofessor für Design an der West Bohemian University. Seine Werke sind in Ausstellungen über ganz Europa bis in die USA verteilt.

KÜNSTLER 2017

„Die Schöne und das Biest“

Goran Marinkovic´

 

„Difference“

Felix Tischmacher und Marcel Igel

 

„Durch Azur fallend tief in die Nacht“

Rosemarie Weinlich

 

„EX PRAETERITIS LUX”

Karol J. Hurec

 

„hexen-ARTig & weibLICHT“ & LUXIME

„Luftdrache“

Axel Luther

 

„mare nostrum“

Christiane Toewe

 

„Meejungfrau Merilyn“

Dieter Erhard

 

„spectral_reflex_markt“

Detlef Schweiger

 

„Visioning Space“

Daniela Faber

 

 Vier Elemente

Ludwig Laser, Keramik, aus Berga/Elster
Peter Zaumseil, Malerei und Grafik, aus Elsterberg/Vogtland